Die Kissinger Wölfe greifen nach den Sternen

Die Kissinger Wölfe greifen nach den Sternen

Nach dem Erfolg in Buchloe ist den Saalestädtern der Aufstieg nicht mehr zu nehmen – zwei Siege gegen Moosburg vorausgesetzt.


Auf volle Ränge hoffen die Kissinger Wölfe am Sonntag zum Saisonfinale gegen Moosburg

ESV Buchloe – Kissinger Wölfe 3:7 (2:2, 1:1, 0:4).

Das war die richtige Antwort der Kissinger Wölfe auf die unglückliche 3:4-Niederlage vom Freitag gegen den EHC Königsbrunn. Mit dem Erfolg in Buchloe haben die Unterfranken in Sachen Aufstieg weiter alles in eigener Hand. Mit zwei Siegen gegen Moosburg – am Freitag (20 Uhr) bei den Oberbayern, am Sonntag (18 Uhr) vor heimischer Kulisse – ist Nemirovsky und Co. ein Platz in der Bayernliga gewiss. Weil sich am Sonntag Pfaffenhofen und Schweinfurt im direkten Duell noch gegenseitig die Punkte wegnehmen. Und weil das Torverhältnis von +21 ein weiterer Trumpf der Wölfe im Vergleich zur Konkurrenz ist. In der Verzahnungsrunde zählt nämlich das Torverhältnis vor dem direkten Vergleich.

Auch wenn Mikhail Nemirovsky in Buchloe seine erste Zeitstrafe in dieser Saison kassierte (“Ich hatte die Balance verloren und bekam, warum auch immer, zwei Minuten”), war der Spielertrainer der Wölfe absolut einverstanden mit dem Vortrag seiner Mannschaft, die mit einem starken Finale die erhofften drei Punkte einfuhr. “Wir haben das Spiel eigentlich immer kontrolliert und hätten deutlicher siegen müssen”, sagte der 43-Jährige. Die nach zehn Jahren Bayernliga-Zugehörigkeit nun als Absteiger in die Landesliga feststehenden ESV-Piraten hatten den Doppelschlag der Gäste durch Alexei Zaitsev (3., 15.) zur ersten Pause mit zwei Treffen korrigiert und auch die erneute Führung durch Eugen Nold (22.) egalisiert. Das letzte Drittel geriet zur Machtdemonstration der Kissinger Wölfe mit Treffern von Anton Seewald (41.), Eugen Nold (43.), Simon Eirenschmalz (49.) und Mikhail Nemirovsky (52.). Sehr zur Freude der mitgereisten Fans, die unter den offiziell 227 Zuschauern für Heimspielatmosphäre sorgten.

Nach seinem unglücklichen Auftritt gegen Königsbrunn gehörte Goalie Donatas Zukovas wieder zu den Leistungsträgern seiner Mannschaft. “Ich habe noch am Freitag mit Don gesprochen und ihm gesagt, dass wir ohne ihn nicht den Erfolg der vergangenen zwei Jahre gehabt hätten. Und ihm gesagt, er soll diese Enttäuschung nicht in seinen Kopf lassen und wieder Spaß haben”, so Nemirovsky, der die Niederlage sportlich genommen hatte. “Ob in Afrika, Russland oder Kanada: Wenn die Torwartleistung nicht stimmt, kannst du nicht gewinnen. Das war dennoch vielleicht unser bestes Spiel in den letzten vier Jahren.” Für den doppelten Showdown gegen längst abgestiegene Moosburger baut Nemirovsky auch auf die Unterstützung der Zuschauer. “Wir spielen für die Fans, für die Stadt und für unseren Nachwuchs. Und wir brauchen unsere Fans. Vor allem dann, wenn es mal nicht so läuft. Die Mannschaft wird alles geben und hart für den Erfolg arbeiten. Wir sind doch alles eine Familie.”

Link zur Pressekonferenz

(Quelle Infranken.de Jürgen Schmitt)

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